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Lachsfischen im Jemen

Lachsfischen im Jemen


Nein, das ist kein Dokumentarfilm über Angler im Jemen, einem Land, das nicht gerade vor Wasserreichtum strotzt. Eine Liebesgeschichte, eine berührende, verbirgt sich dahinter. Die wird mit feinem und leisem britischen Humor kombiniert. Und hinter dieser kleinen Geschichte steckt mehr, als man auf den ersten Blick mitbekommt. Regisseur Lasse Hallström erzählt von drei Menschen, die eine Vision teilen. Der reiche Ölscheich, der von besagten Lachsen im Jemen träumt, treibt das Projekt gegen alle Widerstände in seiner Heimat voran. Der britische Wissenschaftler, ein Lachsexperte (eher bescheiden und mit einer wenig sympathischen Karrierefrau gestraft) scheint erst skeptisch, dann aber doch begeistert. Und Nummer 3 ist die ihm an die Seite gestellte Immobilienberaterin. Im Laufe der komplizierten Zusammenarbeit verlieben sich die Beiden und treffen Entscheidungen. Welche? Bitte im Kino anschauen!
Bulb Fiction

Bulb Fiction


Das ist unsere Dokumentarfilmempfehlung des Monats, weil "Bulb Fiction" nicht nur interessant, sondern regelrecht spannend ist. Ihr geht aus dem Kino und habt das Gefühl: Da müssen wir noch ein Weilchen drüber reden und vielleicht auch was unternehmen. Man weiß ja, dass die sogenannten Sparlampen nicht unumstritten sind, aber was und wer alles hinter ihrer europäisch angeordneten Einführung steht, ist wohl den wenigsten unter uns bekannt: Politiker, die Wirtschaft, Lobbyisten und Umweltaktivisten. Und wie das alles und wie alle miteinander verquickt sind, dröselt Regisseur Christoph Mayer eindrucksvoll und tiefgründig auf. Der Anteil von Quecksilber in den Sparlampen wird gern als harmlos dargestellt, aber das Beispiel des kleinen deutschen Jungen, in dessen Zimmer eine solche Lampe zerbrach, zeigt mehr als deutlich, dass dem nicht so ist. Wir sollten aufwachen und uns denen anschließen, die schon aktiv dagegen kämpfen!
Bild: Concorde Bild: Farbfilm
Safe - Todsicher

Safe - Todsicher


Action pur, rasant und nicht gerade leichenarm - da wird es sicherlich wieder diejenigen geben, die dann laut im Kino mitzählen. Und "Safe" wird die Fans von Jason Statham anlocken. Die kommen natürlich in den vollen Genuss, den Mann wieder in Hochform zu erleben. Auf solche Rollen ist er abonniert, die beherrscht er und die füllt er entsprechend aus. Diesmal ist Statham auf der Flucht vor der russischen Mafia in New York, trifft dabei ein hochintelligentes chinesisches Mädchen, dass einen wichtigen Zahlencode im Kopf hat und ebenfalls in alle Turbulenzen dieser Welt gerät. Schließlich spielen korrupte Politiker und Polizisten genauso eine Rolle wie die chinesische Mafia. Statham ist in dem ganzen Wirrwarr der Held, aber keiner von den üblichen. Auch er ist nicht gerade zimperlich und drückt ab, wo es nur geht. Das muss man mögen und wenn dem so ist, ist das auch ansehnlich.
Kochen ist Chefsache

Kochen ist Chefsache


Frankreichs bekanntester Sternekoch Alexandre (Jean Reno mal wieder in einer Komödie zu sehen) kann nicht machen, was er will. Er hat einen Chef, der bestimmt, wo es langgehen soll. Schließlich vertritt er die Geldgeber. Und sollte Alexandre einen seiner Sterne verlieren, ist es aus mit seinem geliebten Job. Blöd nur, dass ihm ausgerechnet auch jetzt noch die Ideen ausgehen. Doch Rettung naht mit einem Jungtalent am Kochtopf, mit Jacky (Michael Youn). Der konnte sein Talent bis dato nur noch nicht so richtig entfalten, in den lausigen Bistros, in denen er bisher gearbeitet hat. Die beiden Helden bilden eine hochexplosive Mischung am Herd. Nicht immer ist der Humor des Films von der subtilen Art, gerät auch mal etwas Slapstick unter die ansonsten sehr fein beobachteten komischen Dinge des Alltags. Insgesamt aber ist das einer der angenehmen französischen Streifen, die das Leben genau widerzugeben verstehen.
Bild: Concorde Bild: Senator
Babycall

Babycall


Es gibt Filme, in denen sitzt man bis zum Schluss und überlegt: Was ist es denn nun? Versucht da jemand die Protagonistin verrückt zu machen oder ist sie paranoid? Das bis zum Ende offen zu halten, gelingt den Machern selten. Hier klappt es, und das liegt sicherlich nicht nur an der spannenden Inszenierung, sondern auch an der Hauptdarstellerin. Die kennen wir aus den hervorragenden Originalen der Millenium-Trilogie: Noomi Rapace, hier in einer ganz anderen Rolle, eher verletzlich als knallhart. Sie spielt die Mutter aus der Unterschicht, die nach dem Ende ihrer Ehe mit ihrem Sohn in einer anonymen Wohngegend untertaucht, so überragend, dass man in ihr eigentlich nie die Schauspielerin sieht, sondern nur die Person, die sie darstellt. Das allein schon lohnt den Kinobesuch, bei dem Ihr mitbekommt, wie eine Frau mit einem Babyfon nicht nur ihren nebenan liegenden Sohn atmen, sondern auch ein anderes Kind schreien hört.
Seeking A Friend For The End Of ...

Seeking A Friend For The End Of ...


Fast alle Jahre wieder: Es naht der Weltuntergang. Diesmal wissen es aber alle, die bevorstehende Kollision eines Asteroiden mit Mutter Erde ist nicht zu verheimlichen. Die Leute lassen es ganz unterschiedlich angehen. Von Hamsterkäufen bis hin zu letzten großen Geschäften oder auf Arbeit nur noch halblang machen, ist alles drin. Manche hauen nochmal richtig drauf, andere begeben sich auf die Suche nach der angeblich einzig großen wahren Liebe. Und da es diesmal eher eine Komödie als düsterer Erdzerfall mit krachender Technik ist, darf das Kinopublikum Dodge und Penny begleiten. Er, der frisch verlassene Ehemann, will seine vermeintliche große Liebe aus Jugendtagen suchen. Sie, seine britische Nachbarin, die sich nach ihrer Familie und der Heimat sehnt, begleitet ihn. So irren die Beiden durchs ganze Land und - logisch! - verlieben sich ineinander. Vielleicht nicht gerade der beste Zeitpunkt dafür?
Bild: NFP Bild: Universal Pictures
BLITZ! Stadtmagazin

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Wort: Carola Kinzel